Start > Programm

Bücher & Medien im ImPrint Verlag

Cover ISBN 3-936536-63-5

Norbert Firle:

Im kühlen Grab
Roman

272 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-936536-63-8
14.80 EURO

Pressestimmen

Frankfurter Rundschau - 10.1.2012

Verschollen in dunklen Kellern

Heimatforscher Norbert Firle gestaltet aus historischen Fakten einen spannenden Roman. In "Im kühlen Grab" ist die Hofheimer Altstadt der Schauplatz.

Bei einer Führung durch die Keller der Hofheimer Altstadt geht die fünfjährige Emogene Nenntwich verloren. Die Suche nach dem Kind führt durch Zufall auf die Spur einer Familie, die im Jahr 1582 ebenfalls auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Der Heimatforscher Norbert Firle erzählt diese Geschichte in seinem Buch „Im kühlen Grab“ ? inspiriert wurde er durch die Lektüre des Hofheimer Gerichtsbuchs.

Einen großen Teil dieses Dokuments, das aus dem 16. Jahrhundert stammt, hat er im Auftrag des Stadtarchivs aus der damals gebräuchlichen Kurrentschrift in heutiges Deutsch übertragen. Davor hatte sich Firle mit der Herkunft der Hofheimer Flurnamen und den Hexenverfolgungen in der Region beschäftigt. All dieses ortsgeschichtliche Wissen ließ er in seinen ersten Roman einfließen. Und obwohl in dem Buch einige reale Personen aus der Hofheimer Vergangenheit und Gegenwart auftauchen, ist die Handlung von „Im kühlen Grab“ rein fiktiv. „Mir ging es darum, einfach eine spannende Story zu erzählen“, sagt Norbert Firle, der selbst erstaunt war, wie leicht ihm die Einfälle beim Schreiben „aus dem Kopf gepurzelt“ sind.

Die historische Genauigkeit habe er zugunsten der schriftstellerischen Freiheit an einigen Stellen vernachlässigt. So spiele der historische Teil der Handlung „im katholischen Milieu“, obwohl es erst ungefähr 20 Jahre später im bis dahin protestantischen Hofheim wieder einen katholischen Pfarrer gegeben habe. Und die „Ziegenanna“, die im Buch der Hexerei bezichtigt wird, hat in Wirklichkeit ebenfalls erst viel später gelebt.
(...)
Recherchieren musste Firle nicht mehr viel, bevor er mit dem Schreiben angefangen hat. Die Hofheimer Lokalgeschichte kennt er ebenso gut wie die Schauplätze, an denen die Romanhandlung spielt. Sie befinden sich alle in der Nähe seines Fachwerkhauses inmitten der Altstadt. Auch sein eigener Keller spielt im Roman eine Rolle: Die Eltern von Emogene bemerken dort das Verschwinden ihres Kindes.

Ohne die Anregungen, die Norbert Firle durch die Übertragung des Gerichtsbuchs bekommen hat, wäre er wohl niemals auf den Gedanken gekommen, als Autor tätig zu werden. „Ich bin nicht als Schriftsteller geboren“, sagt der Hofheimer. Und auch wenn ihm das Schreiben relativ leicht von der Hand gegangen ist, hätten ihn Selbstzweifel zwischendurch fast zum aufgeben lassen. „Verwandte und Freunde, denen ich das Manuskript zum Lesen gegeben habe, fanden es spannend und haben mich angespornt“, erzählt er.

Inzwischen hat er Geschmack gefunden am fiktiven Schreiben. Und weil ihm bei der Arbeit an „Im kühlen Grab“ die Idee zu einer ganz anderen Geschichte gekommen ist, wird sein erster vermutlich nicht sein einziger Roman bleiben.


Höchster Kreisblatt - 8.1.2012

Liebe, Hass und Missgunst

Hofheim. Man schreibt das Jahr 1582. Zwischen Kellermuff und Ziegengestank treffen sich in einer dunklen Nacht im Gänseck heimlich die Ziegen-Anna, ihre Schwester Gred und die Blumin. Gemeinsam verbindet sie ein Ziel: Sie wollen etwas gegen die "vermaledeite Brut" des Bierbrauers Betzel vom Gasthaus im "Hirschen" unternehmen. Dabei schrecken sie nicht davor zurück, die schöne 17 Jahre alte Gastwirtstochter Lisa als Hexe zu denunzieren.

Welches Schicksal die Familie ereilt, kommt erst mehr als 400 Jahre später ans Licht, als ein fünfjähriges Mädchen während einer Kellerführung in der Hofheimer Altstadt auf mysteriöse Weise verschwindet. Ausgedacht hat sich die fantasievolle Mischung aus Historie und Krimi, bei der sogar der Dalai Lama eine Rolle spielt, der Hofheimer Norbert Firle. Er schrieb innerhalb eines Jahres sein Erstlingswerk "Im kühlen Grab" auf 272 Seiten nieder.

Insgeheim hatte Norbert Firle immer darauf gewartet, dass jemand einen historischen Roman über Hofheim schreiben würde. Als dies jedoch nicht geschah und er vor drei Jahren ehrenamtlich eines der Hofheimer Gerichtsbücher übersetzte, reifte die Idee. "Ziemlich spontan", sagt er, habe er sich im Juli 2010 an den Computer gesetzt und zu schreiben begonnen. Herausgekommen ist nun eine Geschichte, die mit historischen Wahrheiten, einigen realen, aber auch erfundenen Figuren gespickt ist. So spielt der ehemalige Polizeihauptkommissar Norbert Schüler ebenfalls eine Rolle. Jedenfalls wird sicher der eine oder andere Leser einige Straßennamen, Keller oder Häuser anhand von Firles Beschreibungen wiedererkennen. Auch einiges an teilweise vergessenem Wissen oder lebhaften Eindrücken der damaligen Zeit gibt der Hobby-Ahnenforscher und Geschichtsinteressierte Firle preis. So wurde beispielsweise der Kapellenberg einst Räuberberg genannt. Welche Bedeutung die Hofheimer Traditionsfigur Ambet hat, wird ebenfalls erwähnt oder ob es das ehemalige Taufbecken aus dem 7. Jahrhundert der Vorgängerkirche von St. Peter und Paul noch irgendwo gibt oder ob es ein Kloster oder einen Goldschatz im Gänseck gegeben hat, darüber darf spekuliert werden. Erwähnenswert ist jedoch das Altstadthaus, das der pensionierte EDV-Techniker Firle seit vielen Jahren mit seiner Frau Ria bewohnt. Hier lässt der Hofheimer Autor eine seiner tragenden Figuren des Romans leben.

Damit auch das Salz in der Suppe nicht fehlt und diese schließlich schmackhaft ist, hat Norbert Firle Zutaten wie Liebe, Hass und Missgunst untergerührt und Gute wie Bösewichte mitwirken lassen.

leer zurück Seite drucken Seitenanfang leer